Affinity Designer als Beta für Windows testen

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Affinity Designer für Windows

Als Grafikdesigner ist ein Vektorgrafikprogramm das tägliche Brot. Die meisten setzten dabei sicher auf den Adobe Illustrator, allerdings sind die Adobe-Programme nicht ganz so günstig. Eine preisgünstige Alternative könnten die Tools Affinity Photo und Affinity Designer sein.

Der Affinity Designer war bislang nur für den Mac erhältlich, nun gibt es aber eine kostenlose englische Beta-Version für Windows zum Download. Ihr könnt euch für die Beta auf der Webseite anmelden und bekommt dann den Downloadlink per Mail zugeschickt. Der Download selbst beträgt moderate 248 MB, setzt allerdings mindestens eine 64-Bit Version von Windows 7 oder höher voraus.

Symbolbild von Affinity Designer für Windows

Der Affinity Designer kostet in der Mac-Version nur € 49,99, wann die Windows-Version veröffentlicht wird und wie viel diese kosten wird, steht noch nicht fest, aber der Preis dürfte sich an der Mac-Version orientieren, das wäre ein richtiges Schnäppchen.

Schnell und Präzise

Wir haben uns die Beta-Version für PC heruntergeladen und diese ausprobiert. Der Affinity Designer ist sehr schnell geladen und präsentiert sich mit einem modernen und intuitiv zu bedienendem User-Interface. Sind bei anderen Produkten manche wichtige Funktionen in Untermenüs versteckt, findet man diese bei Affinity meist recht schnell auf der Oberfläche und gerade Anfänger werden das zu schätzen wissen. Grafiker die Illustrator verwenden werden viele Funktionen und Möglichkeiten auch beim Designer schnell wieder erkennen, hier wurde das Rad zwar nicht neu erfunden, aber das Programm ist übersichtlich, sehr schnell und auch präzise.

Apropos präzise, das Programm bietet eine Pixelvorschau in Echtzeit sowohl in Standard- als auch in Retina-Auflösung, damit lässt sich jederzeit genau prüfen, wie euer fertiges Werk letztendlich wirkt. Die Software bietet weiters auch eine umfassende Palette an Rasterwerkzeugen. Mit einer breiten Palette von Anpassungsebenen, Effekten und Mischmodi und der vollständigen Unterstützung für Masken und das Zuschneiden von Ebenen bietet Affinity Designer eine sehr umfangreiche Ebenenverwaltung.

Wer nach dem Fertigstellen sein Werk in Druck schicken möchte, dem bietet das Programm eine professionelle Druckausgabe. Hierzu gehören unter anderem eine Unterstützung für Pantone®-Farben, ein vollständiger CMYK-Workflow und die ICC-Farbverwaltung. Selbstverständlich lassen sich auch PDF/X-Dateien öffnen, bearbeiten und generieren, Optionen für das Überdrucken festlegen, sowie Schmuckfarben verwenden und Beschnitt- und Zuschnittmarken definieren.

Vielfältige Dateikompatibilität

Wer jetzt vielleicht Bedenken anmeldet bezüglich der Kompatibilität von verschiedenen Dateitypen, dem ist zu sagen, das Programm bietet einen umfassenden PSD-Import und eine vollständige Unterstützung für SVG-, EPS-, PDF-, PDF/X- und FH-Dateien. Selbst Illustrator-Dateien lassen sich problemlos öffnen und weiter bearbeiten.

Arbeitsfläche Affinity Designer

Neben dem Bildbearbeitungsprogramm Affinity Photo, welches schon seit 2015 (nur Mac) erhältlich ist, ergänzt der Affinity Designer jetzt ideal das Portfolio der Entwickler. Wer sich die teure Adobe-Suite nicht leisten will oder kann findet mit den Affinity-Programmen eine interessante und preisgünstige Alternative für sein Grafikdesign. Noch dazu wo das Unternehmen derzeit auch noch an einer  professionellen Desktop-Publishing-Software im Stile von  „Indesign“ arbeitet, welche Ende dieses Jahres in die Beta-Phase gehen soll. Allerdings wird wohl auch dieses Programm zuerst als Mac-Version angeboten werden. Es ist zu hoffen, das die Entwickler auch hier und auch für das schon erhältliche Affinity Photo in naher Zukunft eine PC-Version anbieten

Hannes Linsbauer
Hannes Linsbauer
Hannes Linsbauer ist bei linomedia der kreative Kopf der Agentur und beschäftigt sich bereits seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen Webdesign, Werbung und digitale Medien.

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